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MAE » Außenpolitik » Bilaterale Beziehungen » Europa » Der Heilige Stuhl
 
Der Heilige Stuhl Tipareste aceasta pagina Trimite prin e-mail

Kurzgeschichte der bilateralen diplomatischen Beziehungen

Die ersten Verhandlungen für die Unterzeichnung eines Konkordats zwischen dem Vatikan und dem rumänischen Staat begannen 1920 auf Antrag des Vatikans.

Am 12. Juni 1920 reichte Dimitrie C. Penescu seine Beglaubigungsschreiben als außerordentlicher Gesandter und generalbevollmächtigter Minister beim Heiligen Stuhl über.

Am 22. Dezember 1938 wurde die rumänische Gesandtschaft auf der Ebene der Botschaft gehoben und 1940 wurde sie wieder eine Gesandtschaft.

Das Konkordat mit Vatikan wurde 1927 unterzeichnet und trat 1929 in Kraft. Dieses Dokument ermöglichte die Umorganisierung der Lateinisch-Katholischen Kirche und den Gläubigern wurde die religiöse Freiheit garantiert, so wie die religiöse Freiheit der Griechisch-Katholiken laut der in 1923 verabschiedeten Verfassung anerkannt wurde.

Am Ende des Jahres 1946 wird der päpstliche Nuntius, Mons. Andrea Cassulo, zur "persona non grata" erklärt. Die kommunistischen Behörden kündigen das Konkordat mit dem Erlass 151 vom 17. Juli 1948.

Am 1. Dezember 1948 fand die "Wiedervereinigung der rumänischen orthodoxen Kirche" statt und der Vatikan protestierte gegen diese Aktion. Die Nuntiatur verbat der katholischen Kirche in Rumänien, sich nach dem Kultusgesetz zu organisieren und ermutigte sie sogar gegen die Ausübung bestimmter gesetzmäßigen Pflichten durch das Kultusministerium zu protestieren.

Am 7. Juli 1950 wurden die diplomatischen Beziehungen zu Vatikan unterbrochen.

Am 5. Januar 1989, als der Patriarch der rumänischen orthodoxen Kirche, Teoctist, sich in Rom auf dem Weg nach Indien aufhielt, wurde er vom Papst Johannes Paul II. im Rahmen eines Privatbesuchs empfangen.

Mit der Rechtsverordnung 9/31.12.1989 des Frontes der Nationalen Rettung infolge der Abschaffung der Rechtsverordnung 358/1948 wurde die Rumänische Kirche Geeinigt mit Rom (Griechisch-Katholische Kirche) offiziell anerkannt.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und dem Vatikan werden am 15. Mai 1990 wieder aufgenommen.

Ab Januar 1998 wird die alte Tradition wieder eingeführt, laut derer, der apostolische Nuntius in Bukarest zum Dekan des diplomatischen Korps wird.

Vertretung: Der Botschafter Rumäniens beim Heiligen Stuhl ist Herr Mihail Dobre, der seine Beglaubigungsschreiben am 1. Juni 2002 überreichte.

Der apostolische Nuntius in Rumänien ist Mons. Jean-Claude Périsset, der seine Beglaubigungsschreiben am 12. November 1998 überreichte.

Politische Beziehungen

Der Besuch in Rumänien des Papst Johannes Paul II. zwischen dem 7. und 9. Mai 1999 war mit Sicherheit ein äußerst wichtiger Moment der Beziehungen zwischen Rumänien und dem Vatikan.

Besuche der Staatspräsidenten: 

- in Vatikan: 1991, 1992, 1995, 2000, 2001, 2004
- in Bukarest: Besuch des Papst Johannes Paul II. zwischen dem 7. und 9. Mai 1999.

Besuche der Ministerpräsidenten: 

- in Vatikan: 1998, 2001

Besuche der Außenminister: 

- in Vatikan: 1990, 1993,1997, 2000
- in Bukarest: 1990, 1992, 2001

Parlamentarische Besuche: 

1997- eine vom Vorsitzenden der Abgeordnetenkammer geführte parlamentarische Abordnung wird vom Papst empfangen.

2000- Teilnahme einer parlamentarischen Abordnung am Jubiläum der Parlamentsmitglieder in Rom.

Ökumenischer Dialog

Der ökumenische Dialog, die Erweiterung der Kulturbeziehungen und der praktischen Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche sind Hauptziele der Kooperation zwischen Rumänien und dem Heiligen Stuhl.

Am 30. Mai 1999 wurde die Kirche Santa Maria Scala Coeli eröffnet und zur Verfügung der rumänischen orthodoxen Gemeinschaft in Rom und Latium gestellt.

Im Februar 2001 stellte der Bischof V. Paglia eine Kirche zur Verfügung der orthodoxen Rumänen in Narni.

Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen

  • Das Programm für HIV/AIDS Bekämpfung und Weiterbildung der Spezialisten für Kinderchirurgie ist ein kurzfristiges Programm für die Einführung des Programms für die Verhinderung der HIV-/AIDS-Verbreitung. Dieses Programm wird vom Krankenhaus "Bambino Gesu"- Vatikan, italienischen Außenminister, PHARE- Lien.Progr. und einigen internationalen Nichtregierungsorganisationen unterstützt.
  • 2001 wurde das Protokoll zwischen dem Kinderkrankenhaus Bambino Gesu und dem Gesundheits- und Familienministerium unterzeichnet, das die Erarbeitung bestimmter bilaterale Programme für die Zusammenarbeit im Bereich der Kinderpflege festlegt (dieses Dokument hatte eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren ab dem 1. Januar 2002; 2005 wurde ein neues Protokoll erarbeitet).
  • Programm für pädiatrische Spezialisierung der rumänischen Ärzte (eingeführt in 2001).

Beziehungen im Kultur-, Wissenschafts- und Technikbereich

Veranstaltung der Ausstellung "Monumenta Romaniae Vaticana", im Sixtinischen Saal der Apostolischen Bibliothek (1996);

Veranstaltungen im Rahmen der Zurücksendung nach Blaj der Gebeine des Bischofs Ioan Inochenţie Micu Klein (1997);

Die Ausstellung "Ein lateinisches Byzanz. Rumänische Kunst der 90-er Jahre“ unter dem Patronat des Generalsekretärs des Europarates, dem Päpstlichen Kulturrat und dem rumänischen Kulturministerium (Kirche Santa Maria del Popolo, Roma, 1999);

Veröffentlichung des Buchs " La Romania e la Santa Sede. Documenti diplomatici." im Rahmen des Jubiläums des 80. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und dem Heiligen Stuhl (29. Mai 2000);

Ausstellung der "Blaj Bibel" im Saal Stampa Vaticana (29. Mai 2001);

Veranstaltung der Ausstellung "Stephan der Große – eine Brücke zwischen dem Morgen- und Abendland", im Sixtinischen Saal der Vatikanischen Museen (2004);

Ausstellung „Anatolische Teppiche aus dem Siebenbürgen. 16.-17. Jahrhundert (April 2005);

Ausstellung „Glauben und Kunst” (Februar 2006).

Abteilung für Westeuropa – Mitteleuropa – Juni 2006 

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